Das Champagner-Etikett ist eine Informationsquelle, die beim Kauf entscheidend helfen kann — wenn man weiss, was man liest. Pflichtangaben sind: Name des Erzeugers oder Hauses, der Suessestil, das Ursprungsland und die Nettomenge. Der Alkoholgehalt und ein Allergenhinweis (Sulfite) sind ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben. Optionale, aber haeufige Angaben sind Jahrgang, Cru-Bezeichnung und Herkunftsgemeinde.
Suessegrade und Jahrgangsangaben
Die wichtigste Angabe neben dem Erzeugernamen ist der Suessegrad. Die Skala reicht von Brut Nature (unter drei Gramm Restzucker) ueber Extra Brut, Brut, Extra Dry und Sec bis zu Demi-Sec und Doux (ueber 50 g). Viele Konsumenten lesen «Extra Dry" als trockener als Brut — tatsaechlich ist es gegenteilig: Extra Dry enthaelt zwischen 12 und 17 Gramm Restzucker und ist suesser als Brut. Traegt das Etikett eine Jahreszahl, handelt es sich um einen Millesime.
Die Kuerzel am unteren Rand: NM, RM, CM und mehr
Am unteren Rand des Etiketts oder auf der Rueckseite finden Sie kleine Buchstabenkuerzel, die den Erzeugertyp angeben. NM (Negociant Manipulant) steht fuer ein grosses Haus, das Trauben zukauft. RM (Recoltant Manipulant) kennzeichnet einen Winzerchampagner. CM (Cooperative de Manipulation) bedeutet, dass eine Genossenschaft den Champagner produziert hat. RC (Recoltant Cooperateur) ist ein Winzer, der Trauben an eine Kooperative liefert, aber eigene Flaschen vermarktet. Wer Wert auf Terroir und Herkunft legt, achtet auf das RM-Kuerzel.








